Nimmt man die N80 von Portlaoise nach Stradbally so ragt bald in
einiger Entfernung ein majestätischer Fels aus der Landschaft empor -
der Rock Of Dunamase. Was von weitem der antiken griechischen Akropolis
ähnelt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine Ansammlung von
Ruinen, die viele hundert Jahre alt sind.
Durch seine exponierte
Lage genießt man auf dem Felsen einen fantastischen Rundumblick über das
umliegende Land. Diesen strategischen Vorzug erkannten bereits im 9.
Jahrhundert Siedler, die hier ein erstes Fort errichteten. Im späten 12.
Jahrhundert wurde an gleicher Stelle Dunamase Castle erbaut. Bis Mitte
des 14 Jahrhunderts befand sich die Anlage in den Händen
anglonormannischer Lords die ihrerseits umfangreiche Erneuerungen
vornahmen. Kaum war das Schloss in den Besitz der irischen Familie
O'Moores gelangt wurde es aufgegeben und so begann der allmähliche
Verfall der Anlage. Das Cromwells Truppen Dunmase im 17. Jahrhundert
einnahmen ist eher eine geschichtliche Randnotiz. Zum damaligen
Zeitpunkt war die Anlage nicht mehr bewohnt und die militärische Aktion
darf eher als Vorsichtsmassnahme angesehen werden. Ende des 18.
Jahrhunderts begann Sir John Parnell innerhalb der Ruinen einen
Bankettsaal zu erbauen. Doch nach seinem Tod wurde auch dieses
Unterfangen nicht weiter betrieben und der Verfall von Dunamase Castle
setzte sich unvermindert fort.
Die vollständigen Ausmasse der
einstigen Festungsanlage von Dunamase lassen sich heute nur noch
erahnen. Doch trotz seines lange währenden Verfalls strahlt der Rock Of
Dunamase unvermindert etwas Majestätisches aus. Inmitten der Ruinen
stehend genießt man, von dem 46 Meter aus der umliegenden Landschaft
herausragenden Felsen, eine atemberaubenden Fernsicht.
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